Alle unsere Neubauten werden ausschließlich in konsequenter Niedrigenergiebauweise ausgeführt. Wir gehen jedoch noch einen Schritt weiter und prüfen jedes Haus auf Luftdichtigkeit nach dem
"Blower-Door-Verfahren".

Eine Technik, die es uns ermöglicht , für das ganze Gebäude ein Zertifikat zu erstellen, welches besagt, dass der niedrige Energieverbrauch gesichert werden kann und die Gebäudehülle absolut Luftdicht ist.

Warum ist Luftdichtheit wichtig?


Hauptzweck der Luftdichtheit ist es natürlich zu vermeiden, dass Heizwärme unkontrolliert über Fugen oder Ritzen in der Gebäudehülle nach draußen verloren geht. Die beste Dämmung nützt nichts, wenn die Gebäudehülle Leckagen hat. Außerdem gilt es, Feuchteschäden zu vermeiden. Feuchte Luft aus dem Innenraum kann durch Undichtheiten in Gebäudeteile gelangen, die außerhalb des Warmbereichs liegen (Dämmung, Mauerwerk, Dachstuhl). Dort kann der in der Luft gespeicherte Wasserdampf dann als Tauwasser kondensieren – vor allem in den kalten Wintermonaten. Als Folge droht beispielsweise Schimmelpilzbefall. Außerdem verlieren Dämmstoffe bei Durchfeuchtung einen Großteil ihrer Leistungsfähigkeit. Messungen des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik haben ergeben, dass bereits durch eine nicht dichte Fuge von nur 1 mm Breite und 1 m Länge pro Tag 800g Tauwasser in die Baukonstruktion außerhalb der Luftdichtheitsebene eindringen kann.

Wie testet man die Luftdichtheit?


Um in Erfahrung zu bringen, ob eine Gebäudehülle wirklich luftdicht ist, wird der so genannte Blower-Door-Test durchgeführt. Das Verfahren eignet sich, um Leckagen in der Gebäudehülle aufspüren und wird in der DIN EN 13829 beschrieben. Zur Vorbereitung des Tests werden alle äußeren Öffnungen in dem zu untersuchenden Gebäudeteil geschlossen (Fenster, Türen, Kaminzug). Nur eine Außentür (oder ein Fenster) bleibt zunächst geöffnet. In die Öffnung dieses Bauelements baut man die Blower-Door („Gebläse-Tür“) ein. Dabei handelt es sich um einen Ventilator, der mit einer luftdichten Plane umgeben ist, sodass die gesamte Öffnung dicht verschlossen wird (siehe Foto).
Mit dem Gebläse kann nun Luft aus dem Gebäude gesaugt werden, womit ein Unterdruck erzeugt wird. Nun strömt verstärkt Außenluft durch undichte Stellen, die so leicht mit speziellen Messgeräten aufgespürt werden können.